Knochenbrüche werden durch starke Krafteinwirkung auf die Knochen verursacht. Meist sind die Kochen von Arm oder Bein bzw. Rippenknochen betroffen, grundsätzlich kann aber jeder Knochen brechen, also auch Schädelknochen, Beckenknochen und die Wirbel.
Man unterscheidet:
geschlossene Brüche: ( 1 )
Hier findest du keine Verletzung der Haut im Bruchbereich.
offene Brüche: ( 2 )
Durch direkte Gewalteinwirkung oder durch Durchspießen eines spitzen Knochenteils besteht eine offene Verbindung zur Bruchstelle. Es besteht Infektionsgefahr !
Brüche sind nicht immer sofort zu erkennen, bei den folgenden Zeichen solltest du an einen Bruch denken:
starke Schmerzen an Knochen und Gelenken,
starke Schwellungen nach einem Unfall,
Abweichung von der normalen Form oder abnormale Beweglichkeit.
Meist versucht das Unfallopfer durch Einschränkung der Bewegung und durch eine Schonhaltung die Schmerzen zu verringern. Und genau das stellt auch die Erste Hilfe bis zum Eintreffen eines Arztes dar.
Brüche am Bein ( 3 )
kannst du zum Beispiel
mit
zusammengerollten Decken ( 4 )
seitlich ruhigstellen. Die Ruhigstellung kannst du durch schwere Gegenstände wie Taschen oder Steine unterstützen.
Brüche des Armes ( 5 )
kannst du mit Dreieckstüchern ruhigstellen. Mache zuerst ein Armtragetuch, mit einem zweiten Tuch um den Brustkorb kannst du den Arm an den Körper binden.
Auch ein
Lineal ( 6 )
und eine lockere Bandage ergeben ein gute Schienung.
Nur wenn der Patient in einer Gefahrenzone ist, dann musst du ihn Bergen und Umlagern. Suche dafür immer mehrere Helfer, verändere die Lage des Patienten so wenig wie möglich. Mindestens ein Helfer soll sich um den Bruch kümmern. Dabei soll die Bruchstelle
leicht auseinander gezogen ( 7 )
werden. Dadurch reiben die Bruchenden nicht aneinander , die Schmerzen sind geringer, und die Gefahr, dass Nerven oder Gefäße verletzt werden ist ebenfalls geringer. Nur wenn rasche Hilfe nicht zu erwarten ist, dann darfst du extreme Fehlstellungen gerade richten. Achte darauf, dass das nie gegen einen spürbaren Widerstand geschieht, und übe dabei ebenfalls einen Zug auf die Bruchstelle aus.
Wenn ein offener Bruch vorliegt, musst du die Wunde mit sterilen Tüchern abdecken und schonend verbinden. Es besteht sonst Infektionsgefahr für den Patienten.
Denke immer an die Möglichkeit eines
Schocks, ( 8 )
denn durch innere Blutungen und durch die Schmerzen wird der Blutkreislauf des Patienten gestört. Schütze den Patienten zusätzlich vor Kälte, verursache keine unnötigen Schmerzen durch unbedachtes Handeln, und wirke beruhigend auf ihn ein.
| Nr. | Begriff | Erklärung |
| 1 | geschlossener Bruch | Beim geschlossenen Bruch ist die Haut über der Verletzung intakt. |
| 2 | offener Bruch | Beim offenen Bruch ist die Haut über der Bruchstelle verletzt. Es besteht Infektionsgefahr. |
| 3 | Stabilisierung eines Bruchs am Bein | Stabilisiere einen Bruch am Bein durch zusammengerollte Decken, um Schmerzen zu verringern. |
| 4 | zusammengerollte Decken | Eine zusammengerollten Decken und ein paar schwere Gegenstände ergeben eine gute Ruhigstellung eines Beines. |
| 5 | Stabilisierung eines Bruchs am Arm | Mit Dreieckstücher lässt sich ein Bruch an Hand oder Arm leicht ruhigstellen. |
| 6 | Lineal und Bandage | Einfache Gegenstände wie ein Lineal und eine lockere Bandage ergeben am Unterarm eine gute Ruhigstellung. |
| 7 | Zug an der Bruchstelle | Halte die Knochenteile eines Bruches beim Umlagern auf Zug, um ein Reiben der Bruchstellen zu verhindern. |
| 8 | Schock | Der Schock ist eine lebensbedrohliche Störung der Kreislauffunktion. |