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Für die Versorgung von Hautwunden steht eine breite Palette an fertigem Verbandsmaterial ( 1 ) zur Verfügung. Alle Schäden der Haut bergen eine Infektionsgefahr. Deshalb sollte die Wunde selbst nur mit sterilem (keimfreiem) Verbandsmaterial bedeckt werden. Berühre das Verbandsmaterial nur an einer Ecke damit du selbst keine Keime auf das Verbandsmaterial bringst.

Für einfache Wunden genügt eine sterile Wundauflage. ( 2 ) Du kannst sie mit Heftpflaster ( 3 ) ankleben oder an Hand oder Bein mit einer Mullbinde ( 4 ) anwickeln.
Für kleinere Wunden genügt ein fertiger Pflasterverband. ( 5 ) Hier ist bereits ein steriles Wundkissen ( 6 ) am Pflaster befestigt. Achte beim Abziehen der Plastikfolie, dass du diesen Bereich nicht berührst.
Für stark nässende Wunden (z.B. nach Verbrennungen oder Verätzungen) gibt es besonderes Verbandsmaterial.
Metallisierte Wundauflagen ( 7 ) besitzen eine glatte Aluminiumfläche,
Fettgaze ( 8 ) besteht aus einem Netz, welches mit einer Heilsalbe imprägniert wurde. Beide Wundauflagen verkleben nicht so leicht mit dem Wundsekret. Auch hier gilt strengste Sauberkeit.

Eine einfache aber sehr hilfreiche Maßnahme ist das Spülen von Wunden, Verbrennungen und Verätzungen. ( 9 ) Speziell bei Verbrennungen und Verätzungen soll die Wunde über längere Zeit (mindestens 10 Minuten) gespült werden. Dadurch wird das Fortschreiten der Gewebszerstörung verringert.

Zum Thema Erste Hilfe bei Erfrierungen und Unterkühlung ( 10 ) gibt es eine eigene Seite. Die Hautschäden bei Erfrierungen ( 11 ) behandelst du ebenfalls mit einem sauberen Wundverband, zum Beispiel mit sterilen Wundauflagen die mit einem Dreieckstuch fixiert werden.
Erwärme Erfrierungen nicht direkt ( 12 ) denn zu rasches Erwärmen kann die Gewebszerstörung verstärken. Statt dessen wärme den Körper mit zusätzlichen Decken oder warmen Tees. ( 13 ) Durch den Blutkreislauf wird auch die Erfierung selbst langsam erwärmt.

Bei allen Hautschäden denke auch immer an die Schockbehandlung, ( 14 ) denn Blutverlust, Flüssigkeitsverlust und Schmerzen können rasch zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen.

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Nr. Begriff Erklärung
1 Verbandsmaterial Wund- und Heftpflaster, sterile Wundauflagen, metallisierte Wundauflagen und Fettgaze.
2 sterile Wundauflage Verwende eine sterile Wundauflage für den direkten Wundkontakt.
3 Heftpflaster Mit einem Heftpflaster kannst du sterile Wundauflagen fixieren.
4 Mullbinde Mit einer Mullbinde kannst du an Arm oder Bein eine sterile Wundauflage anwickeln.
5 fertiger Pflasterverband Für kleinere Wunden genügt ein fertiger Pflasterverband.
6 steriles Wundkissen Bei fertigen Pflasterverbänden ist bereits ein steriles Wundkissen am Pflaster befestigt.
7 Metallisierte Wundauflagen Metallisierte Wundauflagen eignen sich für Verbrennungen und Verätzungen, sie besitzen eine nicht verklebende Wundauflage.
8 Fettgaze Fettgaze eignet sich für nässende Wunden, sie ist mit Heilsalbe imprägniert und verklebt nicht so leicht.
9 Spülen von Wunden, Verbrennungen und Verätzungen Bei Verbrennungen und Verätzungen soll die Wunde über mindestens 10 Minuten gespült werden.
10 Erste Hilfe bei Erfrierungen Link zum Thema: Erste Hilfe bei Erfrierungen
11 Hautschäden bei Erfrierungen An den Fingern und Zehen kannst du sterile Wundauflagen mit einem Dreieckstuch fixieren.
12 Indirekte Erwärmung Erwärme Patienten mit Erfrierungen von innen mit warmen Tees und Decken.
13 Indirekte Erwärmung Erwärme Patienten mit Erfrierungen von innen mit warmen Tees und Decken.
14 Schockbehandlung Hochlagern der Beine, Schmerzbekämpfung, Wärmezufuhr, Beruhigung