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Säuglinge und kleine Kinder sind aufgrund ihrer Schutzbedürftigkeit, ihrer Körpergröße und aufgrund bestimmter Erkrankungen in diesem Alter anders zu behandeln als Erwachsene.

Zur Bewusstlosigkeit führen zum Beispiel Stürze, Vergiftungen, Sonnenstich, ( 1 ) und bestimmte Erkrankungen. ( 2 ) Überprüfe die Bewusstseinslage durch Ansprechen, Berührung und falls das Kind keine Reaktion zeigt auch durch einen Schmerzreiz. ( 3 ) Dazu kannst du das Kind am Bauch zwicken. Wenn das Kind auch hier nicht reagiert, dann musst du sofort die Atem- und Kreislauffunktion überprüfen. Öffne dazu beengende Kleidung und eventuell auch die Windel. Sieh in den Mund ob er frei ist. Wenn Schleim, Blut oder Erbrochenes die Atmung behindern, dann kannst du die Mundhöhle mit einem Tuch oder dem Kleinfinger säubern. Lege die Hand auf den Bauch- Brustbereich ( 4 ) und achte auf Brustkorbbewegungen, bringe dein Gesicht unmittelbar vor das Gesicht des kleinen Notafallspatienten und achte auf Atemgeräusche, die Wärme der Atemluft ist auch gut zu spüren. Wenn eine Atmung und damit meist auch eine Kreislauffunktion vorhanden ist, dann bringe das Kind in eine stabile Seitenlage. Es genügt, das Kind einfach zur Seite zu drehen und die Lage durch zusammengerollte Decken oder Kleidungsstücke zu stabilisieren. Rufe laut um Hilfe, veranlasse dann einen Notruf ( 5 ) und bleibe beim Kind. Überprüfe weiterhin laufend ob die Atmung vorhanden ist.

Jede Bewusstlosigkeit kann rasch zum Atem- und Kreislaufstillstand führen. Weitere Gründe dafür können Verlegung der Atemwege ( 6 ) , Strangulation, Ertrinken, elektrischer Strom ( 7 ) oder starke Blutungen ( 8 ) sein.
Im Säuglingsalter tritt auch der sogenannte plötzliche Kindstod ( 9 ) auf. Hierbei kommt es meist ohne erkennbaren Grund zum plötzlichen Atemstillstand. Es gibt aber Risikofaktoren dafür, wie zum Beispiel das Rauchen der Eltern, Infekte, Überwärmung und das Schlafen in Bauchlage auf zu weicher Unterlage. Wenn Kinder zu langen Atempausen neigen, dann stellt der Arzt ein Überwachungsgerät zur Verfügung.
Wenn du die Diagnose Atem- und Kreislaufstillstand stellst, dann rufe zunächst laut um Hilfe. Nach dem Öffnen der Kleidung und dem Säubern des Mundes beatmest ( 10 ) du das Kind zwei mal. Blase dabei nicht zu fest, bei Babys genügt bereits die Atemluft die du im Mund hast. Bei älteren Kindern musst du den Kopf leicht überstrecken. ( 11 ) Lege eine Hand auf den Brustkorb ( 12 ) um das Heben und senken zu fühlen. Achte darauf ob das Kind zu atmen beginnt. Wenn nicht, dann musst du eine Herzmassage ( 13 ) durchführen. Suche dafür die Mitte zwischen den beiden Brustwarzen ( 14 ) und verwende für Babys nur zwei Finger. Bei älteren Kindern verwende den Handballen einer Hand. Massiere etwa 2 mal pro Sekunde und drücke dabei gleichmäßig das Brustbein einige Zentimeter nach hinten. Nach 5 Herzmassagen musst du wieder eine Beatmung durchführen. Überprüfe in Minutenabständen ob die Atmung einsetzt und veranlasse einen Notruf. ( 15 )

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4
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14
Nr. Begriff Erklärung
1 Gefahrenquellen im Kleinkindalter Link zum Thema: Gefahrenquellen im Kleinkindalter
2 Erkrankungen im Kleinkindalter Link zum Thema: Erkrankungen im Kleinkindalter
3 Schmerzreiz Wenn ein Kind auf Ansprechen und Berührung nicht reagiert, dann setze einen Schmerzreiz z.B. durch Zwicken am Bauch.
4 Atem- und Kreislauffunktion Lege eine Hand auf den Bauch- Brustbereich und achte auf Atembewegungen, höre oder fühle den Atem des Kindes.
5 Notruf Die Notrufnummern sind österreichweit gleich.
6 Verlegung der Atemwege Link zum Thema: Verlegung der Atemwege bei Kinder
7 Strangulation, Ertrinken, elektrischer Strom Link zum Thema: Gefahrenquellen im Kleinkindalter
8 Blutungen Link zum Thema: Erste Hilfe bei starken Blutungen.
9 plötzlicher Kindstod Für den plötzlichen Kindstod gibt es keine unmittelbar erkennbare Ursachen, es gibt aber begünstigende Risiken.
10 Beatmung Für die Beatmung eines Babys genügt eine geringe Menge Luft.
11 Überstreckung des Kopfes Nur bei älteren Kindern muss der Kopf leicht überstreckt werden. Säuglinge werden in Normalstellung beatmet.
12 Heben des Brustkorbs beim Beatmen. Überprüfe während der Beatmung ständig mit einer Hand ob sich der Brustkorb hebt und senkt.
13 Herzmassage Wenn nach zwei Atemspenden die Beatmung nicht einsetzt dann musst du mit der Herzmassage beginnen.
14 Druckpunkt der Herzmassage. Der Druckpunkt liegt beim Kind in der Mitte zwischen den beiden Brustwarzen.
15 Notruf Link zu den österreichischen Notrufnummern