Die Zuckerkrankheit ist eine hormonelle Erkrankung. Das Hormon Insulin wird in der
Bauchspeicheldrüse ( 1 )
von bestimmten Zellen, den
Inselzellen ( 2 )
produziert. Gemeinsam mit anderen Hormonen regelt es den Blutzuckerspiegel.
Insulin ( 3 )
wird direkt ins
Blut ( 4 )
abgegeben und erreicht so
andere Organe wie zum Beispiel die
Leber ( 5 )
und das
Fettgewebe. ( 6 )
Wenn nach einer Mahlzeit der
Zucker im Blut ( 7 )
steigt, dann wird Insulin ausgeschüttet. Dadurch wird der Blutzucker vermehrt in die Zelle aufgenommen und gespeichert, und der Blutzuckerspiegel normalisiert sich.
Bei der Zuckerkrankheit fehlt aufgrund einer Fehlfunktion der Inselzellen dieses Hormon. Der Blutzucker steigt sehr hoch an, und wird über den Harn ausgeschieden. Es entsteht eine gefährliche Stoffwechselsituation, die zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen kann. Zuckerkranke müssen deshalb dieses Hormon künstlich zuführen. Dazu gibt es automatische
Injektionsgeräte ( 8 )
mit denen man das Insulin unter die Haut spritzen kann. Sie sehen ähnlich wie eine Füllfeder aus.
Zuckerkranke müssen sehr regelmäßig ihre Mahlzeiten zu sich nehmen, denn wenn nur Insulin zugeführt wird, aber nicht genügend Nahrung und damit Zucker, dann entsteht ein
Unterzucker ( 9 )
die sogenannte Hopoglykämie, kurz Hypo genannt.
Ein Unterzucker kündigt sich durch
häufiges Gähnen, Schwitzen, und Zittern ( 10 )
an. Meist verspürt der Patient auch einen Heißhunger.
Nach relativ kurzer Zeit kann es zu Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel zur Schläfrigkeit oder Abwesenheit und zur
Bewusstlosigkeit ( 11 )
kommen. Es besteht Lebensgefahr.
Erste Hilfe kannst du durch rasche
Zuckerzufuhr ( 12 )
leisten. Die meisten Zuckerkranken führen Traubenzucker mit sich. Es genügt wenn du ein kleines Stück unter die Zunge schiebst. Zucker kann nämlich schon über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.
Danach bringe den Patienten in eine
stabile Seitenlage ( 13 )
und veranlasse einen
Notruf. ( 14 )
| Nr. | Begriff | Erklärung |
| 1 | Bauchspeicheldrüse | Die Bauchspeicheldrüse produziert neben ihrer Verdauungsfunktion das Hormon Insulin. |
| 2 | Inselzellen | Die Inselzellen sind in das Gewebe der Bauchspeicheldrüse eingelagert. |
| 3 | Insulin (symbolisch) | Insulin ist ein Hormon das den Blutzucker senkt. |
| 4 | Blutgefäß | Das Hormon Insulin erreicht über das Blut andere Organe und entfaltet dort seine Wirkung. |
| 5 | Leber | An der Leber bewirkt Insulin eine Zuckeraufnahme und -speicherung. |
| 6 | Fettgewebe | Insulin fördert die Aufnahme von Zucker in Fettzellen. |
| 7 | Zucker im Blut (symbolisch) | Blutzucker ist ein Energieträger, die Funktion des Gehirns hängt vom Blutzucker ab. |
| 8 | Injektionsgerät | Zuckerkranke spritzen sich das Hormon Insulin mit füllfederartigen Injektionsgeräten. |
| 9 | Unterzucker (Hypo) | Ein Unterzucker entsteht durch ungenügende Nahrungsaufnahme nach einer Insulininjektion. |
| 10 | Anzeichen für Unterzucker (Hypo) | Ein Unterzucker kündigt sich durch häufiges Gähnen, Schwitzen, Heißhunger und Zittern an. |
| 11 | Bewusstlosigkeit | Unterzucker kann rasch zur Bewusstlosigkeit führen. |
| 12 | Zuckerzufuhr | Bei Bewusstlosigkeit bei bekannter Zuckerkrankheit lege dem Patienten ein Stückchen Zucker unter die Zunge. |
| 13 | stabile Seitenlage | Link zum Thema: stabile Seitenlage |
| 14 | Notruf | Link zum Thema: Notruf |